Der Redstar ist ein kleines mittellschnelles Flugmodell, welches mit 2 Bürstenmotoren (Speed 300) angetrieben wird. Als Akku reicht ein 2s Lipo Pack (am besten ETEC 1200 HP) aus, somit halten sich die Kosten der RC-Komponenten in Grenzen. Da die meisten Regler bei 5-5,5 V Spannung abschalten braucht man bei 2 Zellen in der Regel auch keinen Lipo Save (vorher in der Betriebsanleitung nachlesen!).
Daten: Spannweite: 100 cm Fluggewicht: ca. 370 g Motor: 2xSpeed 300 (7,2V) Akku: ETEC 1200 HP 2s Luftschraube: APC 6x4 Servos: 4xLexor Micro 202 (9g) Regler: Schulze Slim 20 Empfänger: Jeti Rex 5
Das Flugmodell fliegt sehr direkt und präzise. Das Abrissverhalten kommt wie bei den meisten Depronfliegern erst sehr spät. Rollen, Loopings, Rückenflug usw. geht durch das symmetrische Profil auch völlig neutral, die Steigleistung ist trotz Bürstenmotor und Direktantrieb auch noch sehr gut, senkrecht gehts aber nicht.
Im Heck habe ich für den Schwerpunkt noch 8g Blei benötigt, wer ihn also nachbaut, sollte die Servos für Höhe und Seite etwas weiter hinten machen als ich.
Folgende Teile wurden aus 3mm bzw. 6 mm gebaut: Rumpf: 3 oder 6mm Depron Holm: 6mm Depron Tragfläche: 3 mm Depron
Der Bau der Tragfläche ist prinzipiell der gleiche wie beim Red Fire, Nanojet oder Wildwing.
Wer nicht ganz klar kommt kann sich ja die anderen Bauberichte durchlesen.
Der Bau der Tragfläche ist hier ausführlich beschrieben.
Aussnchneiden der Flächenteile das Mittelstück hat Aussparungen für die Motoren
Holmhalter Einkleben
Servos einkleben, anstatt teures und schweres Servokabel habe ich 0,3 mm Kupferlackdraht verwendet
Motorseitenteile herstellen Die Motorseitenteile werden wie im Plan ausgeschnitten, anschließend werden sie mit Stecknadeln zusammengehefetet und verschliffen. Das gleiche macht man auch beim Hauptrumpf. Die Flächenaussparung überträgt man vom Flächenmittelstück auf das Seitenteil.
fertige Flächen nach einschieben des Holmes Nachdem man das Profil des Mittelstückes auf die Rumpfseitenteile übertragen hat, werden die Flächen an den Wurzelbereichen nachgeschliffen. Anschließend werden die Flächenhälften mit Uhu Por oder Epoxy verklebt, über die Flächennaht kommt dann nochmal durchsichtiges Paketklebeband. Nun kann die Fläche lackiert werden (Aqua Acryllack oder Abtönfarbe)
Seitenteile ankleben Nun zeichnet man sich am Flächenmittelstück die jeweiligen Hilfslinien an, und klebt anschließend mit Heißkleber die Seitenteile an. Damit der Rumpf nach hinten hin keinen Verzug hat, wird eine Hilfsrippe im hinteren Bereich eingeklebt.
Rumpfdeckel ausschneiden
Jetzt wird der untere Rumpfdeckel aufgeklebt
Motorhalter Beplankung anfertigen Die Hauptbeplankung besteht aus einen Stück, an der Knickstelle befindet sich durchsichtiges Paketklebeband.
Nun werden die Motorkabel durchgeführt
Herstellung des Fahrwerks
Nun wird der Fahrwerksspant eingeklebt (Epoxy) anschließend wird der Motor angelötet
Motorspant einkleben Dazu habe ich Uhu Por verwendet, anschließend wird noch die restliche Beplankung drübergeklebt. Hat man die Kabel flach an den Motor gelötet, so kann man den Motor noch durch die Kühlöffung herausnehmen.
Verstärkugnen An den oberen Rumpf-/Flächenübergängen habe ich 1 mm Balsaholz angeklebt.
Anlenkungen Die Servos habe ich an der Hilfsrippe mit Tesa Spiegelband angeklebt. Die Anklenkung erfolgt über Bowdenzüge welche mit Heißkleber fixiert sind.
Leitwerke Höhen und Seitenleitwerk werden mit Uhu Por stumpf verklebt, das Seitenleitwerk wird dann mit zwei Kohlerohren oder Zahnstochern abgestützt.
Höhenruderanlenkung
Kabinenhaube Die Kabinenhaube wird zuerst aus einem Styroklotz geschnitten, dann mit 80er Schleifpapier auf Form gebracht, und wird dann anschließend feingeschliffen (ca. 300er Körnung). Sie wird dann mit 2 Tupfern Heißkleber an den Rumpf geklebt
Die Nase wir auch aus Depron hergestellt.
RC-Einbau Im Anschluss wird dann der obere Rumpfdeckel aufgeklebt, diesen habe ich allerdings in 3 Teile geschnitten, der erste geht vom hinteren Rumpfende bis zum Empfänger. Der zweite geht dann bis zum Akku, und der letzte (Nasenleiste-Rumpfspitze) wird mit Tesa anschaniert, sodass man leichten Zugriff auf den Akku hat. An der Rumpfunterseite sollte man evtl. Kühlöffnungen machen.
Akkuklappe
Zum Schluss hier noch ein Flugvideo:
Viel Spaß beim Nachbauen wünscht euch
Johann Irnstetter
Fotos von Nachbauten sind erwünscht!!!
Ein Nachbau von Sergio aus Allershausen
...Ein Versuch aus einem abgeflogenen Graupner Koaxialheli, die Bauteile sinnvoll zu "recycln". Über die Flugeigenschaften kann ich im Mom nicht viel sagen, da es entweder regnet, oder der Wind mir die für Mütze vom Kopf runterreißt... Daten: 2x180 Bürsten, 2081Servos, 2S 850mA, AFG ca. 340g, kein Seitenruder, dafür Drehmomentausnutzung über die Motoren!
Der Redstar modizizierit zur Messerschmitt Bf-110 von Helmut S. aus der Steiermark