Folgende Teile wurden aus 3mm bzw. 6 mm gebaut: Rumpf: 3 oder 6mm Depron Holm: 6mm Depron Tragfläche: 3 mm Depron
Als Klebstoff wurde ausschließlich Uhu Por verwendet, er ist elastisch, und bei falscher Montage kann man die Klebestelle wieder lösen.
Beim Bau des Rumpfes muss nicht viel beachtet werden, er muss nur alle RC Komponenten unterbringen und dient gleichzeitig als Wurfkuve. Die Rumpfseitenwände sowie der untere Rumpfdeckel bestehen aus 6 mm Depron. Der Motorspant ist aus 2mm Sperrholz, welcher zusätzlich noch mit Balsa Dreikantleisten fixiert ist. Sollten andere schwerere/leichtere Komponenten zum Einsatz kommen, so sollte die Rumpfgeometrie so angepasst werden dass der Schwerpunkt ohne Blei eingehalten werden kann.
Die Fläche wurde mit Heißkleber an den Rumpf geklebt (innen und außen), evtl. Lücken können mit dünnen Depronstreifen zugeklebt werden. Alternativ kann man auch zuspachteln (Microballons + Epoxy). Wichtig ist eine elastische Verbindung.
Vorgänger des jetzigen Rumpfes, dieser war zu eng.
der aktuelle Rumpf
Unterseite, ohne Deckel
Unterseite, mit verrundeten 6mm Depron Deckel
Rumpfoberseite
Die Rumpfspitze ist nur mit Tesa an den Rumpf geklebt, bei härteren Landungen/Abstürzen geht diese zuerst kaputt. D.h. nach einem leichten Crash muss meist nur die Rumpspitze gegen eine Neue getauscht werden.
Damit die Rumpfspitze zuerst kaputt geht sollte man sie aus 3mm Depron bauen, den Rumpf hingegen aus 6 mm. Für mehr Stabilität kann zwischen Spitze und Rumpf noch ein Balsabrett geklebt werden, dadurch wird der Rumpf besser geschützt.
Herstellung der Nase
Die Anlenkung erfolgt mithilfe einer Lüsterklemme.
Und so sieht die RC-Anlage eingebaut aus
Der RC-Einbau ist auf dem Foto ersichtlich, die Antenne wird durch die hohle Fläche verlegt.
Die Ruderausschläge sollten 10-30° betragen (je nach Geschmack und Verwendungszweck). Der Schwerpunkt liegt ca. 135 mm hinter der Flügelspitze.
Flug:
Bei Luftschrauben größer als 5 Zoll sollte der Delphi ohne Motor gestartet werden (Verletzungsgefahr), durch die geringe Flächenbelastung hat man genug Zeit den Motor einzuschalten.
Die Fluggeschwindigkeit und Steigrate ist sehr hoch, ebenso die Wendigkeit. Die Rollrate liegt bei 2-3 Rollen/Sek, bei minimalen Geschwindigkeitsverlust. Trotzdem sind die Flugeigenschaften sehr gutmütig. Das Profil ist trotz der hohen Dicke für hohe Geschwindigkeiten bestens geeignet, die Gleitzahl ist ungefähr wie bei einem durchschnittlichen EPP Elektro Zagi. Mit den hier aufgezeigten Komponenten ist der Delphi in der Luft unzerstörbar.
Viel Spaß beim Nachbauen wünscht euch (Fotos von Nachbauten erwünscht)
Johann Irnstetter
Ein Nachbau vom Delpi
...Zunächst einmal ein dickes Lob an eure Seite! Die Bauplanrubrik ist der Hammer!
Von dieser Seite infiziert habe ich mir einen Delphi nachgebaut. Er ist im großen und ganzen (bis auf den Rumpf) nach Plan gebaut. Angetrieben wird er von einem Roxxy Outrunner 2824-26 mit 8x6er Nylonschraube. Geregelt wird mit einem Jamara Xenon Eco 18A Regler hinter einem 3S1P 950mAh X-Cell-Lipo.
Als Besonderheit sollte hier die Oberfläche gelten: Ich habe den ganzen Delphi mit Oracover Bügelfolie unter zu Hilfenahme eines Folienbügeleisens überzogen. Dies macht ihn nicht gerade leichter, aber schöner und stabiler!
...endlich habe ich Zeit und Wetter gefunden um Euch ein paar Fotos von meinem Delphi Nachbau zu schicken und ein paar Zeilen dazu zu schreiben.
Ich bin von Eurer Seite total begeistert (ohne die es meinen Nuri ja nicht gäbe). Ich war schon fast vom Modellbau abgekommen, da mir das Rumgemurxe und Geputze bei meinen alten Verbrennenrn ein wenig den Spass am Hobby verhagelt hat.
Dann habe ich Eure Seite gefunden und mein erster E-Modell, den Delphi gebaut. Noch nie habe ich mit einem so einfachen Modell so viel Spass gehabt. Er wird neben meinem Mikrokopter in jeder freien Minute geflogen!
Noch einen schönen Gruß aus Jülich und "weiter so"!!!
und hier noch ein abgeänderter Nachbau von Herbert Bierbrauer aus Neunkichen-Seelscheid.
...Ich habe mir aus Ihrer Konstruktion "Delphi" einen "DELPHI YellowRed" gebaut. Dabei habe ich Rumpf und Winglets (nach meinem Geschmack) etwas rundlicher gestaltet und dem Modell zwei Strakes spendiert. Auch dieser Nuri hat wieder sehr gute Flugeigenschaften und macht viel Spass, wie bereits bei meinem "Gigant G-16" erwähnt. Material: Dämmplatten 3/6mm wie vorgeschlagen (NomaFoam, Fa. Schäfer). Klebstoffe: UHU-Por und Ponal-Construct (PU-Kleber). Winglets: abnehmbar mit 2 Zahnstocherstückchen und Schraube gehalten. Kanzel: abnehmbar, vorne Holzzunge, hinten 2 Minimagnete Rumpfboden: von vorn bis hinten streifenweise getaped mit Tesa-Extra-Power als Schutz gegen Schrammen beim Landen auf hartem Boden. Anstrich: _Acryl gelb / verdünnt, mit Schwamm mehrmals aufgetragen und anschließend rote Streifen mit angeschrägtem Schwamm aufgetragen. Antrieb: GF A 2204 29gr LS: 7x6 inch. Akku: 2s1p/1000er. Servos: 2 x 9 gr. Empfänger: Grp R700. Fluggewicht: 302 gr. Flugcharakteristik: fliegt zügig, einfacher Kunstflug möglich, rollt gut, Außen- und Innen-Looping ebenfalls gleich gut, insgesamt recht gute Gleiteigenschaften und dabei gutmütig. Er ist mit meinem Antrieb zwar kein Speedmodell, aber nicht unwichtig für die Winterzeit: noch bei mäßigem Wind gut einsetzbar und so ein gutes Allroundmodell.
Eigentlich ist er so unkaputtbar, sofern man nicht unbedingt senkrecht landen muss, oder urplötzlich einem ein Baum in die Flugbahn springt, oder so... Ich kann mich nur wiederholen, Herr Irnstetter, tolle Konstruktion!