ARROW (EPP DELTA) BAUBERICHT

Der Arrow ist ein Delta welches weitestgehend aus EPP aufgebaut ist.

Als erstes werden die Rumpfkanten mit einem Messer um ca. 45° angeschrägt. Anschließend werden die Kanten mit einem Bandschleifer, oder einem Schleifklotz verrundet. Bei einem Schleifklotz sollte mit relativ wenig Druck geschliffen werden, ansonsten können Körner herausgerissen werden. Zudem sollte neues Schleifpapier verwendet werden (ca. 80er Körnung).







Durch das Schleifen ist der Rumpf nun relativ rauh, mithilfe eines Bügeleisens und Backpapier, wird das EPP nun etwas geglättet. Die Oberfläche ist dann matt glänzend.





Nun werden die EPP Teile der Fläche miteinander verklebt, anschließend werden die Kohlestäbe in der Ober- und Unterseite versenkt, und anschließend mit Sekundenkleber verklebt. Erst die Oberseite anschließend die Unterseite. Mithilfe von Gewichten wird die Fläche dabei gleichmäßig beschwert. Wichtig ist hierbei eine planare Oberfläche.





da die Torsionsteifigkeit der EPP Ruder nicht hoch genug ist für eine Anlenkung von der Innenseite, wird das Ruder an der Schanierkante entlang noch mit einer 10 mm breiten Balsaleiste verstärkt. Diese muss noch dementsprechend angefast werden





Anschließend werden die Ruder mit Uhu Por anschaniert. Ebenso werden die Depron Seitenleitwerke aufgeklebt (Uhu Por). Der Rumpf wird mal probeweise aufgesteckt.





Die häufigste Motorbefestigung erfolgt nun wie auf dem Foto.







Als erstes klebt man 2 angespitzte Kohlestäbe auf das Aluröhrchen mit Sekundenkleber fest, dann umwickelt man das ganze möglichst stramm mit Bindfaden oder noch besser Kohlerovings. Um das ganze möglichst stramm zu umwickeln, knotet man die Rovings am besten erstmal fest.

Anschließend tränkt man die Fasern noch mit dünnflüssigen Sekundenkleber.

Das ganze sticht man dann in das EPP, im Bereich des Aluröhrchens sollte man das EPP noch etwas freifräsen, aber die Ausfräsung sollte enger sein als das Aluröhrchen mit den Kohlestäben, sodass das ganze leicht unter Spannung steht. Den Bereich der Kohlerovings streicht man nun noch mit Uhu Por ein, um den Motor sicher zu fixieren.






Zur besseren Krafteinleitung wird nun eine Balsaleiste auf das Ruder geklebt. Danach wird ein angespitzter Kohlestab durch das Balsa gestochen.





Bei Neutralstellung des Ruders muss der Gelenkpunkt des Ruders genau über der Schanierkante sein. Ansonsten hätte man eine unerwünschte mechanische Differenzierung. Nach der genauen Ausrichtung des Stabes wird er nun mit Sekundenkleber im Balsa verklebt. Bei dünnflüssigen Sekundenkleber reicht es ihn nur über das Balsa aufzubringen, er sickert tief genug in das Holz hinein um eine sichere Verbindung des Kohlestabes zu gewährleisten.





Nun werden mit einem Stift die Aussparungen für die Servos aufgezeichnet. Diese sollten ca. 1 mm enger sein als die Komponenten selbst, so braucht man nur minimale Klebstoff für eine feste Verbindung.





Die Kanten die mit einem Messer erreicht werden können, werden angeschnitten.





Der Rest wird mit einem 5 mm Fräser entfernt





Die Servohebel werden nun soweit dünner geschliffen bis ein Schrumpfschlauch sich überziehen lässt, anschließend werden sie soweit gekürzt das die empfohlenen Ausschläge bei ca. 45° Servoausschlag erreicht werden können. Nur so nutzt man annähernd die volle Servoauflösung aus.

Eigentlich selbstverständlich, aber man sieht einfach zuviele Flieger auf den Flugplätzen die bei 5° Servoausschlag schon 30° Ruderausschlag haben ;-)







Nun werden die Servokabel entsprechend abgelängt, noch besser wäre es sie mit Kupferlackdraht zu ersetzen. Danach werden die Kohlestäbe mithilfe von Schrumpfschläuchen mit den Servohebeln befestigt. Der Schrumpfschlauch wird noch zusätzlich vor dem Einschrumpfen mit Sekundenkleber gesichert.





Die Servokabel werden nun durch die Tragfläche gestochen, sowie durch den unteren Rumpfboden, anschließend werden sie mit dem Rumpf verklebt, ebenso auch die Tragfläche mit dem Rumpf.





Danach werden die Kohlestäbe passend abgelängt.





Nun werden die Kohlestäbe ebenfalls mithilfe von Schrumpfschläuchen miteinander verbunden. Bei Motorisierungen >60 Watt sollten man über jeden Schrumpfschlauch noch einen weiteren aufschrumpfen.





Anschließend werden alle weiteren RC-Komponenten so versenkt, das der Schwerpunkt eingehalten werden kann.


Damit die Rumpfkante bei harten Abstürzen nicht bricht, bzw. keine Brocken aus dem EPP gerissen werden, bringt man nun etwas Uhu Por entlang der Rumpfkanten auf. Er dient als Haftgrund für das Glasfasertape.





Nach dem versenken des Reglers, Akkus und Empfängers, bringt man entlang der Kanten ebenfalls Uhu Por als Haftgrund auf.





Mit einem Cutter teilt man das Strappingtape nun in ca. 8 mm breite Streifen.





Diese werden anschließend an alle mit Uhu Por benetzten Kanten aufgebracht.







Entlang der RC Komponenten verbleiben die Tape Streifen. Entlang dieser aufgebrachten Streifen, werden die Komponenten mit weiteren Tape Streifen fixiert.





Sie dienen dazu das aus dem EPP keine Brocken herausgerissen werden können, wenn die sich darüber befindlichen Klebestreifen beim Wechsel der RC-Komponenten abgezogen werden.





Nun wird der komplette Flieger mit einer einheitlichen Farbe besprüht, mithilfe der aufgebrachten Schablonen, wird nun das Finish aufgebracht. Die sschwarzen Streifen können auflackiert, oder mit Edding aufgemalt werden. Bei Edding ist es wichtig den Stift tief in die Poren zu drücken, sodass keine unbemalten Stellen sichtbar sind. Man sollte ca. 3-4 mal das ganze mit Edding übermalen. Auch empfehlenswert sind die Edding Lackstifte (zum schütteln), mit ihnen erreicht man die gleiche Deckung wie lackiert. Die silbernen Streifen werden anschließend ebenfalls mit Silber Edding aufgebracht.





Hat man sauber gearbeitet und mit dem Lack nicht gespart, dann sollte das ganze so aussehen ;)







Parasit Baubericht (Kundenbericht)