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Patrick Schwarz aus Österreich hat sich die Mühe gemacht und einen ausführlichen Baubericht zu unserem Parasit geschrieben, vielen Dank!
Ich war auf der Suche nach einem neuen Modell, folgende Kriterien waren mir wichtig: • Günstig • Robust • Schnell • Transportfreundlich(schnell)
Ich hatte noch Komponenten über die ich verbauen wollte: • Profi Penta • 2xd47 • YGE 12 • Rennameise • Kokam 2s1p 360 mah
Also habe ich mich mal aus die Suche gemacht, da das Modell robust sein sollte dachte ich natürlich sofort an den beliebten Werkstoff EPP. Also habe ich mal bei Jomari reingeschaut, da ich schon gute Erfahrungen mit dem Shop gesammelt habe. Als ich dann den Parasit sah war mir klar: Ich fand was ich wollte! Er ist mit seinen 9,50 € günstig, mit 34cm Spannweite sehr klein und dem Video nach zu urteilen auch sehr schnell. Und vor allem optimal für meine Komponenten geeignet. Sofort bestellt und nach ein paar Tagen warten lag er dann auch vor mir.
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Für sein Geld bekommt man: 1x Tragfläche aus Depron inklusive Rudern 3x Winglets ebenfalls aus Depron (eines als Ersatz) hier wurde mitgedacht) 1x Präzise geschnittenen Rumpf aus Epp. 1x Kohlefaser – Flachprofil 1x farbig gebilderte Bauanleitung
Da ich es kaum erwarten konnte lag ich sofort los: Vorweg: Ich habe manchmal Sachen anders gemacht wie zum Beispiel mit Kupferlackdraht gearbeitet, oder ein paar Verstärkungen angebracht die nicht vorgesehen waren. Das ist natürlich nicht unbedingt notwendig – das Modell fliegt auch „aus der Schachtel“!!!
Rumpfbau
Servoeinbau: Als erstes werden alle Aussparungen für die RC-Komponenten gefertigt. Ich fang mit denen für die Servo an. Man sollte versuchen wirklich alle RC Komponeten so weit wie möglich vor zu bekommen (Schwerpunkt). Man zeichnet den Umriss des Servos an und setzt das Skalpell an. Wenn es ordentlich scharf ist funktioniert natürlich auch ein ganz normales Bastelmesser. Der Ausschnitt sollte etwas Untermaß haben, damit später alles saugend hinein passt. Hier ein Foto auf dem man den Umriss und einen fertig ausgeschnittenen Schacht sieht:
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Die Servolaschen und Kabel wurden entfernt und gegen Kupferlackdraht ausgetauscht (Gewicht und einfacherer Einbau). Der Schacht wurde nun haudünn mit PU-Leim eingestrichen und anschließend das Servo hineingedrückt(Oben muss es natürlich bündig abschließen für eine gute Flächenauflage) Das ganze wird natürlich für das zweite Servo noch einmal wiederholt.
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Motoreinbau:
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Für den Motor wurde ein Loch mit dem Dremel gefertigt, dass ebenfalls wieder etwas Untermaß hat.
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Auf das Röhrchen des Motors habe ich nun zwei 1,5mm Kohlestäbchen aufgeklebt die hinten ca 2 cm überstehen. Die Enden der Stäbchen sollten auch noch spitz angeschliffen sein, dann kann man das ganze deutlich einfacher in den Rumpf stecken. Um die Verbindung zu verstärken wird ein Faden (oder noch besser Kohlerovings) um das Röhrchen gewickelt, und das ganze mit Sekundenkleber getränkt.
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Dann steckt man den Motor einmal hinein und kontrolliert Sturz und Zug um nachher nicht ewig herumhantieren zu müssen. Jetzt streicht man die Kohlestäbchen und das mit Faden und Sekundenkleber getränkte Röhrchen ziemlich dünn (schäumt auf) mit PU-Leim ein. Dann steckt man den Motor in den Rumpf und kontrolliert nochmal Sturz und Zug.(wichtig!)
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Die Luftschraube (GWS 3x3) wurde aufgebohrt und mit einem Tropfen Sekundenkleber auf den Motor gesteckt.
Die Kabel des Motors wurden nun mit einem dünnen Servokabel (praktisch, da 3 Kabel) verlängert, damit der Regler so weit wie möglich vorne positioniert werden kann.
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Reglereinbau: Für den Regler (Servokabel gegen Kupferlackdraht getauscht) habe ich mit einem 5mm Fräser und dem Dremel eine ca. 4mm tiefe Aussparung mit etwas Untermaß gefräst. Der Regler wir dann einfach in diese Aussparung gedrückt, zuletzt werden die Motorkabel angelötet.
Empfängereinbau: Für den Empfänger habe ich ebenfalls wieder eine Ausfräßung mit etwas Untermaß gefertigt. Da der Empfängerquarz in seiner normalen Position herausstehen würde habe ich ihn von unten aufgelötet, sonst hätte ich die Ausfräßung deutlich tiefer machen müssen. Die Antenne habe ich auch mit Kupferlackdraht ersetzt. Dann habe ich die Kupferlackdrähte der Servos mit dem Empfänger direkt verlötet.
Hier ein Bild vom Regler und Empfängereinbau:
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Akkueinbau: Für den Akku habe ich ebenfalls einen Umriss auf die Unterseite des Rumpfes gezeichnet. Jetzt habe ich mir eine FRISCHE Klinge (von einem Stanleymesser) genommen und den Umriss mit Untermaß ausgeschnitten (damit er später gut sitzt). Das epp habe ich dann mit einer Zange so tief wie benötigt rausgezupft.
Rumpf betapen: Da bei der ersten Landung ohne Tape, EPP Stückchen aus dem Rumpf gerissen werden würden habe ich ihn wie vorgesehen getapet. Das Schleifen habe ich weggelassen, es bringt sicher etwas – also zu empfehlen, aber mir gefiel der Rumpf auch so schon sehr gut. Da ich keinen Sprühkleber habe und für die paar cm^2 auch keinen kaufen wollte, habe ich den gesamten Rumpf einfach hauchdünn mit Uhu Por eingeschmiert. Dann habe ich für jede Seite des Rumpfes einen oder mehrere Streifen (kommt auf die Form an) Tape zugeschnitten. Nachdem der Uhu Por ca. 10 Minuten Zeit zum Ablüften hatte, habe ich das Tape aufgebracht. Um es gut um die Kante streichen zu können habe ich den überstehenden teil 2-4mal (je nachdem wie lang) eingeschnitten, so entstehen fast keine Falten. Ich habe auch die Flächenauflage getapet, da sie meiner Meinung so eine bessere Auflage hat.
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Flächenbau:
Lackieren: Lackiert habe ich einfach mit Edding, das Muster sollte aber sehr gut erkennbar sein! Ich habe deswegen ein leuchtendes orange gewählt in Kombination mit dem Tigermuster sehr gut sichtbar! Die Winglets wurden komplett schwarz lackiert, was einen guten Kontrast zur weißen Flächenunterseite bietet!
Ruder: Die Ruder haben eine durchgehende Breite von 20mm. Um sie genau herauszutrennen, zeichnet man sich einfach jeweils am Ende des Ruder einen Punkt auf, der 20mm Abstand zur Endleiste hat. Diese 2 Punkte verbindet man mit dem Lineal und trennt das Ruder mit einem GERADEN Schnitt ab. Das ganze wiederholt man auf der anderen Seite. Jetzt muss man die Ruder von unten 45 Grad anschrägen – am besten mit einem Schleifklotz.
Verstärkungen: Da die Fläche auch ein bisschen was auch etwas aushalten soll, habe ich sie komplett mit einem 0.5er Kohleflachprofil umrandet (vorgesehen war nur an der Ruderkante) Also ich habe eins an der Nasenleiste, eins an de Ruderkante und dass sich die Ruder nicht so verwinden auch noch eins auf der Endleiste. Ganz vorne und hinten wo der Rumpf die Fläche aufnimmt braucht man natürlich keines.
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Ruder anschanieren: Ich habe die bereits angeschrägten Ruder mit Uhu Por anschaniert: Dazu wird das Ruder auf einer ebenen Oberfläche an die Fläche gelegt (so wie es später sein soll) und mit dem Finger hauchdünn UHU Por darüber gestrichen (Fläche und Ruder gegen verrutschen sichern z.b. beschweren.) Das lässt man dann 10 Minuten trocknen und wiederholt das ganze noch mal auf der anderen Seite. Da ich auf Nummer sicher gehen wollte, habe ich noch einen Streifen Tesa angebracht, jetzt läuft das Ruder zwar ziemlich schwergängig, aber das macht dank der Verstärkung an der Endleiste nichts aus.
Fläche am Rumpf befestigen: Die Fläche wurde mit Uhu Por fest mit dem Rumpf verklebt, dass das auch gerade wird, habe ich mir am Rumpf und auf der Fläche mit einem kurzen Strich vorne und hinten die Mitte markiert. Jetzt muss man beim ankleben nur noch darauf achten, dass die Striche übereinstimmen.
Anlenkungen: Da es sicher von Vorteil ist auch steuern zu können muss man jetzt noch die Ruder anlenken. Man sollte die Ausschläge mechanisch (also bei 100% Ausschlag) auf ca. 5mm begrenzen, damit man noch präzise steuern kann (fast der ganze Servoweg muss ausgenutzt werden). Das Servohorn wurde auf das nötigste gekürzt (also so dass der Schrumpfschlauch dann noch hält). Als Ruderhorn verwendet man einfach einen 1,5mm Kohlestab den man auf 2cm kürzt. Für eine bessere Krafteinleitung muss man noch ein kleines Balsabrettchen zuschneiden und mit Sekundenkleber aufkleben. Jetzt wird das Kohlestäbchen so eingeklebt, dass das Gelenk später genau über dem Drehpunkt des Ruders ist. Anschließend wird das Balsabrettchen auch noch mit Sekundenkleber getränkt. Als Gelenk wird einfach Schrumpfschlauch verwendet, der über das Ruder/Servohorn und das Anlenkungsgestänge geschoben wird, anschließend einschrumpfen und das Gelenk schnell platt drücken: Das ist leicht, spielfrei und billig. Der Schrumpfschlauch muss dann noch mit einem Tropfen Sekundenkleber fixiert werden damit er sich nicht mal einfach im Flug löst!
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Fliegen: So, der Moment auf den man sich wohl am meisten freut: Die Ruderausschläge wurden nach der Anleitung eingestellt also Höhe +/ - 3mm und Quer auch +/ - 3mm. Expo habe ich keines verwendet. Der Erstflug verlief ganz unproblematisch: Vollgas, ein Schubs und er flog, Es musste ziemlich viel nachgetrimmt werden, da die Ruder auf das Trimmen ja ziemlich wenig reagierten (war ja mechanisch auf 5mm begrenzt). Doch einmal getrimmt konnte ich seelenruhig herumbolzen. Das Gas wurde eigentlich nur zum Landen reduziert. Tiefe Überflüge sind problemlos möglich und die Rollrate ist viel mehr als nur gigantisch. Gelandet wurde einfach in der Hand, Für die kleine Spannweite segelt der Parasit nämlich gar nicht schlecht.
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Fazit: Der Kauf hat sich zu 100% gelohnt. Für sehr wenig Geld bekommt man einen extrem großen Flugspaß! Ich würde mir das Modell sofort wieder kaufen! Nur zu empfehlen!
Flugvideo
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Nanojet 2.1
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